16. Jun. 2017

Kanu Slalom: Disziplinarmaßnahme gegen Lisa LEITNER (K1)

Das Präsidium des Österreichischen Kanuverbandes beschloss am 13. Juni 2017 eine Sperre der Athletin Lisa Leitner für den 2. und 3. Weltcup-Bewerbe in Augsburg und Markkleeberg. Grund für die Sperre ist ein Vorfall im Rahmen der Slalom-Europameisterschaft Anfang Juni. Beim 1. Weltcup dieses Wochenende in Prag wird Leitner noch starten.

Bei der Slalom-EM in Tacen (SLO) war Lisa Leitner im Finale des K1 Bewerbs aufgrund eines zu leichten Boots disqualifiziert worden. Eine interne Erhebung hat nun ergeben, dass Leitners Boot bereits im Halbfinale das Mindestgewicht unterschritten hatte. Durch ihr erneutes Antreten mit dem regelwidrigen Boot verschaffte sie sich anschließend im Finale einen Wettbewerbsvorteil. Das OKV-Präsidium sprach daher eine Sperre von zwei Weltcup-Bewerben über Leitner aus.

„Fair Play steht für den Österreichischen Kanuverband an oberster Stelle. Lisas sportliches Talent und Potential sind unbestritten – allerdings gibt es Regeln, an die sich jeder halten muss. Mit dieser Sperre wollten wir ein Zeichen setzen, dass wir kein unsportliches Verhalten unserer Athleten dulden“, so OKV-Präsident Herbert Preisl in einem Statement.

Leitner zeigte sich einsichtig und hat sich bereits beim Präsidium für ihr Verhalten entschuldigt. Weitere Entschuldigungen an ihre Nationalteamkollegen sowie bei der britischen Delegation werden in Kürze folgen. Die Britin Fiona Penny war als Elfte des Halbfinales direkt vom Regelverstoß betroffen und dadurch um eine Finalteilnahme gebracht worden. „Lisa hat ihren Fehler eingesehen und ich bin mir sicher, dass sie daraus gelernt hat. Nach dem Ende ihrer Sperre steht ihr die Tür zum Nationalteam selbstverständlich wieder offen“, stellt Preisl klar.