29. Sep. 2017

Slalom: Canadier-Damen und Kajak-Herren verpassen Finaleinzug

Heute standen bei der Slalom Weltmeisterschaft in Pau/FRA die Halbfinal-Läufe im Canadier-Einer (C1) der Damen und im Kajak-Einer (K1) der Herren auf dem Programm. Leider schafften weder Nadine Weratschnig und Viktoria Wolffhardt im C1, noch Felix Oschmautz und Matthias Weger im K1 die erhoffte Qualifikation für das Finale der besten Zehn. Morgen geht es noch für Corinna Kuhnle und Viktoria Wolffhardt im Kajak-Einer der Damen um eine Top-Platzierung.

Nach den starken Saisonleistungen von Nadine Weratschnig und Viktoria Wolffhardt im C1 war die Erwartungshaltung vor dem heutigen Tag hoch. Viktoria Wolffhardt hatte nach einem schnellen, jedoch nicht fehlerfreien Lauf schon Grund zur Freude. Die Niederösterreicherin schien bereits unter den Qualifizierten für das Finale auf, bekam jedoch im Nachhinein 50 Strafsekunden für ein nicht korrekt passiertes Tor aufgebrummt. Schließlich landete Wolffhardt mit insgesamt 54 Strafsekunden und einem Rückstand von +51,70 auf die Führende Australierin Jessica Fox auf Rang 24. „Ich habe mich heute sehr gut gefühlt und meine Laufzeit war auch richtig schnell. Für mich war es kein 50er, aber gegen die Entscheidung der Judges ist in dem Fall leider nichts mehr zu machen“, so eine enttäuschte Wolffhardt.

Die C1-Bronzemedaillengewinner der diesjährigen Europameisterschaft, Nadine Weratschnig, startete ebenfalls gut in ihren Lauf und war bis zur zweiten Zwischenzeit trotz bereits sechs Stafsekunden die Schnellste. Am Ende waren sechs Torberührungen und zwölf Strafsekunden zu viel, um sich für das Finale der besten Zehn zu qualifizieren. Weratschnig beendete in einer Gesamtzeit von 130,11 Sekunden und +15,67 Rückstand auf Fox das Halbfinale auf dem 17. Rang. „Ich war sehr nervös vor dem Start und bin mit zu viel Druck ins Rennen gegangen. Nach den ersten Torberührungen habe ich mit aller Gewalt probiert, weitere Fehler zu vermeiden und das ist mir leider nicht gelungen“, meinte Weratschnig nach dem Rennen.

Auch die Herren schafften im Kajak-Einer (K1) den erhofften Aufstieg ins Finale nicht. Felix Oschmautz kassierte gleich zu Beginn des Rennens vier Strafsekunden und zwei weitere kamen bis zum Schluss noch dazu. Der Kärntner Junioren-Weltmeister beendete das Semifinale schließlich mit +13,13 Sekunden Rückstand auf Peter Kauzer (SLO) auf Rang 33. Auch Matthias Weger konnte keinen fehlerfreien Lauf durchbringen und platzierte sich mit sechs Strafsekunden und +17,73 Sekunden Rückstand auf Endrang 37.

Cheftrainer Helmut Oblinger fasst den heutigen Tag zusammen: „Heute ist leider alles schiefgegangen was nur schiefgehen kann. Die Mädls sind beide Top-Zeiten gefahren, haben aber zu viele Fehler gemacht. Laut Videojudge hat Viki das Tor 20 absichtlich weggeschlagen und daher die Strafe bekommen. Das ist natürlich bitter, da sie ansonsten fürs Finale qualifiziert gewesen wäre. Nadine galt trotz ihres jungen Alters als eine der Favoritinnen, aber der selbst auferlegte Druck war heute zu viel für sie. Beide können aber mit ihren Leistungen in dieser Saison zufrieden sein. Bei den Herren ist Matthias gut und fehlerfrei ins Rennen gestartet, gegen Ende ist ihm aber die Power ausgegangen und hat dadurch Fehler gemacht. Felix ist bereits bei Tor zwei angestoßen und musste dann volles Risiko nehmen. Das kann aufgehen oder nicht.“

Morgen ab 10:30 Uhr geht es für Corinna Kuhnle und Viktoria Wolffhardt im Kajak-Einer um den Finaleinzug. Das Finale geht ab 15:22 Uhr über die Bühne.