Bereits um die Jahrhundertwende begann die Geschichte des Paddelsports in Österreich, als Hans Weinzinger und Hans Amesberger vom Verein Schnecke Linz das 'Schneckenboot', das dem Eskimokajak ähnlich war, entwickelten. Der erste Weltkrieg unterbrach die Entwicklung des Kanusports, doch 1921 versuchte man einen Fachverband zu organisieren

Das Paddeln existierte allerdings hauptsächlich als Wasserwandersport, Leistungssport oder Rennsportveranstaltungen gab es nur in beschränktem Umfang.

Die offizielle Gründung des Österreichischen Kanu - Verbandes erfolgte am 6. August 1922 nach Vorgesprächen im Wochenendhaus des Polizeikommissärs Johannes Pietschmann auf der alten Donau in Wien.1922 fand dort auch die erste offizielle Verbandsregatta statt. Pietschmann wurde erster Präsident, ihm zur Seite stand Emil Duschanek als Vizepräsident. Etwas später erfolgten weitere Vereinsgründungen, so am 2.2. 1924 die Gründung des Wiener Kajak - Klubs in der Kuchelau. Leopold Rybar, ein Mitbegründer des OKV war im damaligen Wiener Kajak - Klub (WKK), der heute als Wiener Paddelsport - Klub (WPK) weiter besteht, Fahr- und Sportwart.
Bereits 1924 bildeten sich in Österreich vier Sportkreise, in Wien (UDK), in Linz (ODK), an der Enns (EWK) und der Mur - Drau - Innkreis (MDK). Um diese Zeit wurde von Leopold Rybar die erste Punktewertung entworfen. 1926 kam es zur Gründung der Naturfreunde Paddelgruppe in Wien.
In den Jahren 1932 und 1933 entwickelte sich im Paddelsport nach einer Idee von Willi Rabe eine neue Disziplin, der Slalom. Der erste Slalombewerb in Österreich wurde auf der Mühltraisen bei St. Georgen durchgeführt. Von da an begann ein rascher Aufstieg, zumal sich auch der Kanurennsport etablierte.

Das Olympiajahr 1936 brachte die erste Leistungsexplosion Österreichischer Kanusportler bei den Olympischen Spielen in Berlin. Österreich war durch Gregor Hradetzky, Alfons Dorfner, Adi Kainz und viele andere Sportler vertreten. 1936 wurde auch der Kajak - Slalom als Internationaler Sport anerkannt und ein internationales Slalomkommitee aus Vertretern Deutschlands, der Schweiz und Österreich ( Ing. F. Brunner ) gebildet.

Der zweite Weltkrieg bedingte eine neuerliche Stagnation in der internationalen Entwicklung des Kanusports. Nach Beendigung des Krieges versuchte man 1946 eine Neugründung des Österreichischen Kanu - Verbandes. Jede Verbandsgründung wurde damals sehr kritisch beurteilt. Der Verband konnte aus politischen Gründen nicht als ÖKV wiedergegründet werden, so wurde die Bezeichnung Österreichischer Paddelsport Verband (ÖPV) registriert und von der ICF anerkannt. Auch die Farben der Fahne wurden geändert, die Buchstaben ÖPV erschienen jetzt blau in der rot - weiß - roten Fahne anstatt schwarz. Der rasche Wiederaufbau des neuen Verbandes ist unter anderem den ehemaligen Mitgliedern des ÖKV, Franz Popovchich, Karl Vogler, Emil Pickl, Karl Hietler und Rudi Pillwein zu verdanken. Als erster Verbandspräsident fungierte Anton Schiffzik.

Bereits 1947 wurde die erste Wildwasserwoche der Naturfreunde in Groß - Reifling eröffnet. 1951 wagte der Österreichische Paddelsport Verband die Weltmeisterschaften im Kanuslalom in Steyr zu übernehmen und errang einen großen sportlichen und organisatorischen Erfolg.

Mit der Neugründung 1946 als ÖPV mußte der Verband auch neue Statuten erstellen, die für den gesamten sportlichen und administrativen Ablauf bis 1972 richtungsweisend waren.
Doch nun war es notwendig neue Formulierungen zu finden. Viele Begriffe, wie z.B. das Faltboot waren antiquiert, die Medien hatten neue Dimensionen angenommen, Geschäftsordnung und Wahlordnung bedurften einer Reform. Die Subventionierung der Sportverbände durch das Österreichische Sporttoto brachte eine Wende in der Finanzgebarung, denn nun konnte ein ordentlicher Haushaltsplan erstellt werden. Der Leistungssport entwickelte sich rasant.

Bei der Generalversammlung am 5. Nov. 1977 in Wien wurde die Umbenennung des Österreichischen Paddelsport Verbandes (ÖPV) in Österreichischer Kanu - Verband (OKV) beschlossen.