Breitensport: OKV setzt sich für den Erhalt des freien Flusszugangs in Wildalpen und an der Salza ein

Die Salza ist einer der letzten Flüsse Österreichs, der auf weiten Strecken unbebaut ist und sich daher hervorragend für den Paddel- und Raftingsport eignet. Von der Abhaltung von Anfängerkursen bis hin zu internationalen Wettkämpfen ist das Gebiet ein wichtiger Eckpfeiler für den Spitzen- und Breitensport im Österreichischen Kanuverband.

Durch die steigende Beliebtheit der Sportarten sind nun im Salzatal und anderen Gebieten Österreichs gewerbliche Rafting-Unternehmen entstanden, die mittlerweile in teils heftigem Konkurrenzkampf zu ausländischen Anbietern stehen. Diese ausländischen Unternehmen zu fassen und dazu zu bringen, im selben Maß Gebühren zu zahlen wie die lokalen Unternehmen, die in die Instandhaltung und den Ausbau von Einstiegstellen, Beschilderungen, Parkplätzen, etc. fließen, ist oftmals schwierig.

Nun sind Pläne der Salzaline bekannt geworden, dass das bereits für gewerbliche Rafting-Unternehmen bestehende Ticketsystem auf Privatpersonen ausgedehnt werden soll. Paddler sollten € 5,- bezahlen und dürften dafür die bestehende und auszubauende Infrastruktur an der Salza nützen.

Der Österreichische Kanuverband und die Naturfreunden Österreich habe mittlerweile erreicht, dass die Pläne für ein Ticketsystem für alle Paddlerinnen und Paddler fallen gelassen werden. Da allerdings ein Teil der Parkflächen im Salzatal im Besitz der Salzaline sind, werden zukünftig € 5,- Parkgebühr pro Auto und Tag (für PKW mit bis zu fünf Sitzen, Details unter www.salzaline.at) eingehoben. Nutzungsgebühren werden vom Österreichischen Kanuverband weiterhin strikt abgelehnt, allerdings wird man sich der rechtlichen Lage beugen und die Gebühren im Rahmen der geplanten Parkgebühr akzeptieren müssen.

Mag. Michael Wendt, Vorstandsmitglied der Österreichischen Kanuverbandes und zuständig für Breitensport und Gewässerschutz meint dazu: „Wir stehen dem Umstand, dass zur Abdeckung der Kosten für die gewerblichen Rafting-Unternehmer die privaten Paddler herangezogen werden, äußerst kritisch gegenüber. Als Interessensvertretung aller Paddelsportlerinnen und -sportler lehnen wir eine allgemeine Vergebührung im Rahmen des privaten Kajak- und Raftingsports entschieden ab. Wir haben in Gesprächen mit der Salzaline Alternativvorschläge unterbreitet, um auch weiterhin den freien Zugang zur Salza zu gewährleisten, vor allem die Einführung eines Parktickets, die jetzt auch umgesetzt wird. Diese Vorschläge wurden vor allem unterbreitet, um einen Alleingang der Salzaline mit einem allgemeinen Ticketsystem zu verhindern.“

Der Kanuverband setzt dabei auch auf die Unterstützung durch die Gemeinden und Tourismusverbände, da der Kajak- und Raftingsport sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor im Sommertourismus in den Regionen rund um die Salza und anderen Teilen Österreichs entwickelt hat. Der Österreichische Kanuverband wird sich weiterhin für das Wegerecht und die freie Zugänglichkeit des öffentlichen Wassergutes für alle Paddelsportlerinnen und -sportler einsetzen.

 

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Medien-Rückfragen:
Mag. Michael Wendt
Mitglied des Vorstandes
Referat für Breitensport und Gewässerschutz
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