Kanu-Slalom: Erster Test für Österreichs Slalomelite in Australien

Gemeinsam mit den besten Nationen der Welt bereitet sich das Österreichische Nationalteam bereits seit 3 Wochen in Penrith/Australien auf die kommende Wettkampfsaison vor. Auf der Olympiastrecke von 2000 absolvierten die Sportler, bei optimalen Wetterbedingungen, an diesem Wochenende mit den Australian Open ihren ersten Testwettkampf. Für eine Medaille reichte es knapp nicht, aber die Marschrichtung stimmt.

Bereits am Samstag sicherte sich Corinna Kuhnle im K1 als Halbfinal-Schnellste das Ticket für den Endlauf der besten 10. Auch Viktoria Wolffhardt qualifizierte sich mit Platz 7 problemlos für das Finale. Antonia Oschmautz und Nina Weratschnig schieden im Vorlauf aus. Im Finale landete Kuhnle schließlich auf Platz 9, während Viktoria Wolffhardt das Rennen auf dem guten 7. Rang beendete. Den Sieg holte sich Ricarda Funk (GER) vor Jessica Fox (AUS) und Jasmin Schornberg (GER).

Corinna Kuhnle zeigte sich gelassen: „Das ist eben Training und als Schnellste im Halbfinale habe ich gesehen, dass ich dran bin. Außerdem bin ich noch nicht in der Wettkampfphase, da fehlt noch einiges an Konstanz bis zu den großen Wettkämpfen. Ansonsten passt die Vorbereitung für mich. Wir arbeiten am Setup und sind vor allem sehr viel am Wildwasser.“ 

Am Sonntag im Canadier-Einer (C1) verfehlte Viktoria Wolffhardt nur knapp eine Medaille und belegte Platz 4. Teamkollegin Nadine Weratschnig landete auf Platz 12. Auf Rang 1 platzierte sich  die Gesamtweltcupsiegerin Jessica Fox (AUS), vor Ana Satila aus Brasilien und Fox´ Schwester Noemi. 

„Ich bin mit den Platzierungen sehr zufrieden, vor allem, weil alle da sind, die Rang und Namen haben. Das Training hier in Australien läuft gut für mich und wir haben super Bedingungen“, so Wolffhardt. 

Im Kajak-Einer (K1) der Herren schied Felix Oschmautz bereits am Freitag im Vorlauf aus, während für Mario Leitner erst im heutigen Semifinale Schluss war.

Auch Cheftrainer Helmut Oblinger zeigte sich mit dem Training in Australien zufrieden: "Die Wetterbedingungen sind optimal hier, obwohl es am Anfang ein kleiner Schock war, nach -10 Grad in Österreich bei + 40 Grad in Australien zu landen. Aufgrund der extremen Hitze haben wir die Ausdauereinheiten gekürzt, aber mittlerweile haben wir uns gut eingelebt und absolvieren ein hohes Trainingspensum. Auch wenn unsere Athleten bei diesem Testrennen nicht ganz so spritzig waren, stimmt der Weg. Wir sind hier, um vor allem viel zu trainieren und an den Technikfeinheiten zu arbeiten. Medaillen haben in der jetzigen Vorbereitung noch keine Priorität und der Weg stimmt.“

Ein nächster Test steht bereits nächstes Wochenende auf dem Programm, wenn ebenfalls in Penrith/AUS die Oceanian Championships über die Bühne gehen.