Die österreichische Kanufamilie trauert um Maximilian „Max“ Raub

Die österreichische Kanufamilie trauert um Maximilian „Max“ Raub, der in der Nacht auf vergangenen Sonntag im 94. Lebensjahr verstarb. Mit insgesamt vier Medaillen bei Weltmeisterschaften und zwei Mal Edelmetall bei Olympischen Spielen war der am 13. April 1926 geborene Höfleiner einer der erfolgreichsten Kanuten Österreichs.

Bei den Weltmeisterschaften 1950 in Kopenhagen gewann Maximilian Raub gemeinsam mit Herbert Wiedermann die Bronzemedaille im K2 über 500 m und ebenso in der 4 x 500 m Staffel mit Herbert Klepp, Herbert Wiedermann und Günther Rührnschopf. Zwei Jahre später, bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki, landeten Raub und Wiedermann mit Platz 3 im K2 über 1.000 m erneut auf dem Siegespodest.

Max Raub konnte seine Erfolgsserie bei den Weltmeisterschaften 1954 in Mâcon fortsetzten und krönte sich erneut mit Herbert Wiedermann über die 10.000 m Strecke zum Weltmeister. Zusätzlich gewann er mit Herbert Wiedermann, Alfred Schmidtberger und Hermann Salzner Bronze in der Staffel. Den krönenden Abschluss seiner Sportkarriere im Kajak-Zweier feierte Max Raub bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne, wo er sich mit Langzeitpartner Wiedermann erneut die Bronzemedaille über 1.000 m sichern konnte.

Der Höfleiner blieb seinem geliebten Sport auch nach seiner aktiven Karriere verbunden und war für viele Jahre im Österreichischen und Internationalen Olympischen Comité tätig. Für seine Leistungen und seinen Einsatz für den Paddelsport in Österreich wurde Max Raub im Jahr 1967 mit dem silbernen und 1992 sogar mit dem goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet.

Unsere Anteilnahme gehört in diesen schweren Stunden vor allem seiner Familie, Freunden und Wegbegleitern.