Erste Wildwasser-Jugendtrainings in Kärnten

In Flattach hätte dieser Tage der mittlerweile legendäre „Tschochtan“, benannt nach dem Schutzpatron der Gekenterten, stattfinden sollen. Eine Wildwasserveranstaltung im Slalom, Regatta und Sprint für Kinder, Schüler und Jugendliche mit internationaler Beteiligung. Da das Rennen aufgrund der Covid19-Verordnung heuer allerdings nicht möglich war, lud Gerald Wilhelmer, Sportdirektor des Österreichischen Kanuverbandes und ASKÖ Bundesreferent, kurzerhand österreichische Nachwuchshoffnungen zu einem Training über Pfingsten ein.

Nach der langen Zwangspause folgten zahlreiche österreichische Vereine der Einladung, darunter der UKK Wien, NFKC-YBBS, KC-Graz, OKC-Lienz, Forelle Teefix Steyr, KCG-Kolbnitz, KVK Klagenfurt, Hermagor Verein Südalpen. Seitens des Österreichischen Kanuverbandes ließen es sich auch Präsident Herbert Preisl, Vizepräsident Gerhard Peinhaupt, die Sportdirektoren Helmar Steindl und Gerald Wilhelmer sowie Freestylereferent Marcel Bloder nicht nehmen, die jungen Talente vor Ort zu betreuen und wertvolle Tipps zu geben. Trotz der geringen Schneeschmelze aufgrund kalter Temperaturen konnte von der KELAG die notwendige Wassermenge gesichert werden. 18 m³ reichten für ein Wettkampftraining mit Zeitläufen.

Top in Form zeigten sich die Kärntner Kanuten, die den milden Winter und die guten Trainingsbedingungen auf der Gurk in Klagenfurt optimal nutzen konnten, aber auch die Athleten aus Wien und Niederösterreich, die stark von einem Trainingslager in Dubai profitierten. Die Bestzeit sicherte sich Paul Preisl, gefolgt von Simon Zeitlhofer und Moritz Kremslehner. Knapp dahinter reihten sich Lucas Aixner, Paul Winkler, der einzige C1-Fahrer Timo Haselmayr, Benjamin Catelieri und Jonas Schmitt ein.

„Es ist voll cool, wieder mit Freunden am Wasser trainieren zu können, da gehe ich auch öfter ans Limit“, freute sich Nachwuchstalent Noah Wilhelmer, der sich in der Schülerklasse vor Max Steinbrenner die Bestzeit sicherte. Schnellste bei den Mädchen war Rosa Gräff vor Kathrin Reithmayr und Fiona Forkert. Der Schnellste unter den zahlreich angereisten Regattafahrern, die mehrmals täglich die rund 20 Km der Möll hinunter paddelten, war Eric Kastner.