Kanu-Slalom: Gold für Mario Leitner bei U23 Europameisterschaft

Bei der Junioren und U23 Europameisterschaft in Krakau (POL) holte sich heute Mario Leitner in der U23-Altersklasse im Kajak-Einer (K1) sensationell den Europameistertitel. Silber ging an Krzysztof Majerczak aus Polen und Bronze an den Belgier Gabriel de Coster. Bei den Junioren landete der Niederösterreicher Paul Preisl auf Rang 9.

Mario Leitner, der heuer seine letzte Saison in der U23-Altersklasse bestreitet, qualifizierte sich heute Vormittag im K1-Semifinale trotz 2 Strafsekunden als Siebenter für das Finale der besten 15. Im Endlauf gelang dem 23-jährigen Kärntner eine fehlerfreie Fahrt, mit der er sich bereits zum zweiten Mal nach 2017 zum U23-Europameister kürte. Mit einem Rückstand von +0,68 Sekunden auf Platz zwei landete Lokalmatador Krzysztof Majerczak. Platz drei mit +0,75 Sekunden ging an den Belgier Gabriel de Coster.

„Ich bin sehr happy über diesen Titel, vor allem, weil es mein letztes Jahr im Nachwuchsbereich ist.     Obwohl ich im Semifinale einen Fehler hatte, habe ich mich dann im Finale schon am Start sehr gut gefühlt. Es war zwar etwas windig, aber ich bin mit den Bedingungen gut zurechtgekommen“, freut sich Mario Leitner.  

Weniger gut lief es heute für Felix Oschmautz. Der zweite Kärtner am Start verpatzte mit vier Torberührungen seinen Semifinallauf und schied mit einem Rückstand von +8,99 Sekunden als 17. knapp aus.

Auch für Nadine Weratschnig im Canadier-Einer (C1) reichte es heute nicht für den Aufstieg ins Finale. Als Elfte des Semifinales und mit einem Gesamtrückstand von +8,23 Sekunden (inkl. 4 Strafsekunden) fehlten der U23-Bronzemedaillengewinnerin von 2017 lediglich 0,07 Sekunden auf die für den Aufstieg notwendige Top-Ten-Platzierung.

Eine tolle Leistung hingegen zeigte heute der fast 16-jährige Paul Preisl in der K1-Junioren-Klasse bis 18 Jahre. Der Niederösterreicher schaffte im Semifinale als 14. den Aufstieg ins Finale, bei seinem erst zweiten Antreten bei einer Nachwuchs-EM. Im abschließenden Finale konnte sich Preisl weiter steigern und ihm gelang mit einer fehlerfreien Fahrt als Neunter sogar der Sprung unter die Top-Ten. Auch der erst 15-jährige Wiener Moritz Kremslehner zeigte mit dem Erreichen des Semifinales eine starke Leistung und landete auf dem 23. Rang.

„Ende gut, alles gut“, zeigte sich Cheftrainer Helmut Oblinger nach der Goldmedaille von Mario Leitner versöhnlich. „Dennoch ein bisschen Schade, wie alles gelaufen ist, weil Felix (Oschmautz, Anm.) mit seinem Level auch locker für eine Medaille gut gewesen wäre. Ich sehe aber die Leistung und da haben sich Mario (Leitner, Anm.) und Felix wieder weiterentwickelt. Die beiden trainieren gut zusammen und haben eine echte Freundschaft, sodass es Spaß macht mit ihnen zu arbeiten. Wenn das so bleibt, werden sich die beiden später in der allgemeinen Klasse ebenso behaupten können. Für Nadine (Weratschnig, Anm.) ist es diese Saison einfach nicht so gut gelaufen. Das muss man abhaken. Es kommt ein langer Winter, wo man wieder gut an diversen Sachen arbeiten kann und ich hoffe, dass sie im nächsten Jahr wieder an ihre Erfolge anschließen kann“, resümiert Oblinger abschließend.